14.02.2018

Wie fühlt sich Pfeiffersches Drüsenfieber an?

Der folgende Text ist ein persönlicher, medizinischer Erfahrungsbericht. Er dient nicht zur Diagnoseerstellung und ist wissenschaftlich nicht fundiert. Jeder medizinische Fall kann anders aussehen. 
Fachmännische Beratung durch eine(n) Arzt/Ärztin ist in gesundheitlichen Fragen immer Wichtig. Dieser Artikel ist nichts für Leute die ohnehin schon Angst vor OPs, Ärzten und Krankheiten haben. Vielmehr für Menschen, wie mich, die einfach nur grob wissen wollen, was Sie erwartet. Immer wenn ich vom Arzt spreche ist natürlich auch eine Ärztin gemeint.

Okay du musst jetzt stark sein. Pfeiffersches Drüsenfieber, die Kusskrankheit oder auch Mononukleose zählt zu den schmerzhaftesten Erkrankungen die ich in meinem leben bisher erfahren habe und damit definitiv in die Top 10 der Dinge, die ich wirklich niemandem wünsche. 
In meiner Erinnerung steht es vor einem, wenn auch kleinen, Nierenstein (Der Schmerz von Nierensteinen wird manchmal mit Geburtsschmerzen verglichen). Gleichzeitig kann die Erkrankung aber auch sehr milde verlaufen. Dann herzlichen Glückwunsch. Bei mir waren es vor allem Halsschmerzen und Fieber auch hier äußert sich die Krankheit manchmal aber auch anders. Wenn Du die Diagnose hast, nehme ich an, dass du schon beim Arzt warst, was ich, auch aufgrund des Ansteckungsrisikos dringend anrate.

Wie ich die Krankheit erlebt habe

Der Schmerz an sich ist eigentlich aushaltbar. Fühlte sich an wie ne starke Mandelentzündung. Eine mit der man in jedem Fall aber zum Arzt geht, was dann die Diagnose brachte. Allerdings erst beim zweiten Arztbesuch. Am Anfang war mein damaliger Hausarzt auch von einem normalen Racheninfekt ausgegangen.  Beim zweiten Besuch waren dann die belegten Mandeln wohl Diagnoseeindeutig.

Die Halsschmerzen machen dich im laufe der Erkrankung mürbe. Weil es einfach kein Ende nimmt, nicht besser wird, Tag und Nacht. Ich habe damals ASS wie Bonbons geschluckt was aufgrund der Nebenwirkungen dumm ist. Ich schlage vor mit dem Hausarzt sofort eine geeignete Schmerztherapie abzusprechen.

Nach einigen Tagen wirst du evtl. Schwierigkeiten haben deinen eigenen Speichel zu schlucken weil es so weh tut. Zeit den ekligsten Spucknapf der Geschichte anzulegen. Eine alte PET-Fruchtsaftflasche eignet sich gut. (Das hier habe ich auch von anderen Menschen berichtet bekommen die die Krankheit durchgestanden haben, ist also kein Witz. Sollte ein Leser mir ein Foto einer solchen Flasche senden können, würde ich es gerne veröffentlichen und wäre für immer dankbar.).

Essen und trinken nervt so natürlich auch. Ich habe damals deutlich abgenommen und musste sogar kurz ins Krankenhaus weil ich so dehydriert war das ich ne Kochsalzlösung in Tropfform bekommen habe. Auch wenn Ihr angst vor Nadeln habt, empfehle ich zu kooperieren. Dehydriert Kochsalzlösung zu bekommen fühlt sich sehr gut an. Der Köper wird spürbar aufgeladen. Wirklich gut.

Irgendwann (Bei mir waren es knapp 3 Wochen) nehmen die Halsschmerzen dann ab und Ihr gesundet Reicher an Lebenserfahrung. Aber Achtung! Auch lange nach der Erkrankung leidet man unter Müdigkeit und evtl. körperlicher Schwäche. Das nimmt bei manchen Leuten richtig extreme Formen an. Mir ist in den Wochen danach einmal schwarz vor Auen geworden und ich war sehr sehr Kater anfällig. Es gibt aber auch Leute die danach Hilfe brauchen z. B. in Form einer Kur. Vor allem Leistungssportler können unter dieser Situation leiden. Ich Zweifel darf man sich da auch gut und gerne psychologisch beraten lassen. Ist keine Schande.

Wenn es noch nicht gut ist ist es noch nicht das Ende.

Gute Besserung! Ihr schafft das. Im Zweifel immer zum Arzt.


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